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| EHC Jonsdorfer Falken | ELV Tornado Niesky |
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| (1:2 , 1:0 , 0:0) nach Penalty | |
Das zweite Derby in dieser Saison im Falkenhorst hat den knapp 1000 Zuschauern alles geboten was Eishockey ausmacht. Ein temporeiches, körperbetontes und spannendes Spiel indem der Sieger erst nach dem Penaltyschießen ermittelt war und diesmal nahmen die Nieskyer Tornados zumindest zwei Punkte mit nach Hause.
Es gab kein langes Abtasten und beide Teams schenkten sich von Beginn an nichts. Gleich nach 33 Sekunden wurde Tornado-Spieler Jankovych wegen eines Stockschlages gegen Milan Buda auf die Strafbank geschickt. Aber leider können die Falken diese zahlenmäßige Überlegenheit auf dem Eis nicht ausnutzen. Die Gäste haben in der Folge zwei gute Möglichkeiten, die Dustin Strahlmeier vereitelte. Sofort im Gegenzug prüfen die Falken Wolfermann im Nieskyer Tor. In der sechsten Spielminute musste sich das Team um „C“ Christian Rösler dann in Unterzahl bewähren, dabei gelingt es ihnen sogar zu kontern, aber leider ohne Torerfolg. DIE Großchance des EHC in diesem ersten Drittel ergab sich in der 13. Minute, als Pavel Vait quer auf den frei stehenden Milan Buda ablegte, dieser aber die Scheibe aus Nahdistanz nicht im Tor unterbringen kann. Ein sehenswerter Angriff der Gäste, die mit hohem Tempo ins Abwehrdrittel der Falken laufen. Brill lässt die Scheibe für den nachkommenden Doppellizenzspieler E. Neumann liegen und dieser hämmert sie mit einem Direktschuss zur 0:1 Führung in die Maschen. Die Falken versuchten sofort in der gegnerischen Zone wieder Druck aufzubauen, dabei ergab sich eine 2 auf 1 Konterchance der Tornados, Greulich bedient Musil und dieser netzt zum 0:2 ein. In der 18. Spielminute ergibt sich für den EHC eine Überzahlsituation und diesmal geht alles ganz schnell, nach neun Sekunden zieht Toni Klante von der blauen Linie ab und versenkt die Scheibe in Wolfermanns Kasten zum Anschlusstreffer.
Gleich zu Beginn des mittleren Spielabschnittes können die Falken nochmals fast vier Minuten in Überzahl agieren. Sie setzen sich zwar nach anfänglichen Schwierigkeiten im gegnerischen Drittel fest, bringen dabei aber zu wenig Schüsse auf das Tor, so dass nichts Zählbares dabei heraus springt. In der 26. Minute dann ein bisschen Unordnung in der Jonsdorfer Abwehr und prompt gibt es eine Strafzeit wegen Hakens, aber die Falken kontrollieren die Scheibe sehr gut in Unterzahl. Damit ist es allerdings vorbei, als eine Minute später ein weiterer Jonsdorfer Spieler auf die Strafbank geschickt wird. Aber auch in doppelter Unterzahl verteidigen die Falken stark, so dass sie auch diese Situation gut überstehen. In der 30. min wird Strafe gegen die Tornados angezeigt, zweimal kann Wolfermann die Scheibe zwar noch abwehren, bevor Matthias Kohl diese dann doch im Tor zum Ausgleichstreffer unterbringen kann. Die verbleibenden zehn Minuten im zweiten Drittel vergingen mit einigen guten Torchancen für beide Teams und einer unschönen Aktion Sekunden vor dem Pausenpfiff. Nach Foul von Jankovych an Buda, welches der Schiedsrichter bereits anzeigte, tauschten beide Spieler wahrscheinlich nicht nur Komplimente aus. Dass sich der erfahrene Milan Buda dann zu einem Schlittschuhtritt gegen den unbeirrt weiter provozierenden Jankovych hinreißen lässt, war mehr als unnötig und brachte ihm dann folgerichtig eine Matchstrafe ein. Die # 29 der Tornados kam mit einer 2 + 2 Minuten Strafe davon und damit war dieses Drittel beendet.
Ein schöner Angriff der Falken in der 42. Spielminute. Mario Hähnel spielt die Scheibe quer auf Pavel Vait, der leider knapp verzieht. Es ist weiterhin viel Spannung in der Partie und beide Mannschaften haben die Möglichkeiten, das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Fast absehbar war, dass Jankovych, der immer wieder viel „Gesprächsbedarf“ hatte, ebenfalls berechtigterweise eine Matchstrafe wegen unsportlichen Verhaltens gegen den Jonsdorfer „C“ erhielt. In der sich daraus ergebenden Überzahlsituation trifft David Wolters für die Falken leider nur das Metall, doch auch den Tornados gelingt ein gefährlicher Konter, den der Jonsdorfer Keeper entschärfen kann. Zwar erarbeiten sich beide Teams noch einige Torchancen, ein weiterer Treffer fiel dennoch nicht, so dass es nach kurzer Unterbrechung mit der fünfminütigen Verlängerung vier gegen vier auf dem Eis weiter ging. Das hohe Tempo des Spiels schien seinen Tribut zu fordern, beide Teams agierten etwas bedächtiger, wollte doch keiner einen vielleicht spielentscheidenden Fehler begehen. So musste nach weiteren torlosen Minuten der Sieger im Penaltyschießen ermittelt werden.
Die Tornados stellten den ersten Schützen und Kuhlee schoss stramm direkt unter Dustin Strahlmeiers Beinen hindurch ins Tor. Damit lagen die Gäste wieder vorn. Für Jonsdorf lief zuerst Jakub Wiecki an, doch Wolfermann pariert. Die beiden nächsten Schützen beider Teams verschießen jeweils. Den dritten Anlauf für Niesky kann Dustin Strahlmeier abwehren und somit ist es Toni Klante, der die Entscheidung bringt. Leider kann auch er den Puck nicht im Tor unterbringen und so sind es die Nieskyer Spieler und Fans, die den Zusatzpunkt bejubeln dürfen.
Dennoch gibt es keinen Grund für die Falken, die Flügel hängen zu lassen. Das Team hat eine sehr gute Leistung gezeigt und sich nach einem 0:2 Rückstand wieder heran gekämpft. Ein bisschen Glück gehört beim Penaltyschießen dazu und der Countdown für die Revanche am 02.01.2011 im Nieskyer Waldstadion läuft schon;)
Der EHC Jonsdorfer Falken wünscht allen Spielern, deren Familien sowie allen Fans, Sponsoren, Förderern und Freunden des Eishockeysports im Zittauer Gebirge einen Guten Rutsch in das Neue Jahr, viel Gesundheit, Glück und Freude und natürlich beste sportliche Erfolge.
Tore: 0:1 E.Neumann (13.); 0:2 Musil (15.); 1:2 Klante (18.); 2:2 Kohl (30.); 2:3 Kuhlee (P)
Strafen: EHC Jonsdorfer Falken 35 ELV Tornado Niesky 49
Zuschauer: 998










